Aktuelle Android Versionen im Vergleich

Alles Android oder was?

Mittlerweile gibt es ja nun schon einige Android Versionen. Da ist es gar nicht verwunderlich, dass sich so mancher die Frage stellt worin sich die einzelnen Versionen denn eigentlich unterscheiden. Im folgenden Artikel schauen wir uns die einzelnen Versionen, ab Android 7, etwas genauer an und gucken was sich da so geändert hat.

Android 7.0 Nougat

Das herausragendste Merkmal dieser Version ist sicherlich die Tatsache, dass jetzt endlich auch unter Android ein Split Screen Modus verfügbar ist. Das heißt mit Android 7.0 können zwei Apps nun nebeneinander oder untereinander laufen. Nun funktioniert auch das Kopieren und Einfügen von Textstellen im Zweifenstermodus. Was sich natürlich positiv auf die Produktivität auswirkt.

Weit mehr als ein Fresh-up hat die Benachrichtigungsleiste erfahren. Diverse Schnelleinstellungen können nun, je nach persönlichen Vorlieben des jeweiligen Nutzers, hinzugefügt oder entfernt werden. Der Überblick der Quick Toggles findet man ab sofort auf mehreren Seiten. Wichtige Einstellungen wie beispielsweise die Mobilfunkverbindung oder WLAN sind nun in einer schmalen Leiste oberhalb der Benachrichtigungen untergebracht. Was zur Folge hat, dass man mit nur einem Wisch Zugriff auf diese Einstellungen hat.

Ebenfalls etwas getan hat sich im Hinblick auf die Benachrichtigungen einzelner Apps. Diese werden unter Android 7.0 nun gebündelt angezeigt. Wobei sich diese Anzeige über den gesamten Bildschirm erstreckt – so kann mehr Inhalt angezeigt werden. Auch die Interaktionsmöglichkeit mit Apps wurde erweitert. Wer Messenger-Apps wie beispielsweise WhatsApp oder Telegram nutzt, muss nun nicht mehr direkt in die App, um auf Nachrichten zu antworten, sondern kann dies direkt in der Benachrichtigungsleiste tun.

Überarbeitet wurde außerdem das Einstellungsmenü. Seit Android 7.0 kann nicht nur schneller von einem Menüpunkt zum nächsten gesprungen werden, der Nutzer erhält auch noch zusätzliche Informationen, wie zum Beispiel wie viele Apps derzeit installiert sind.

Doze gibt es bereits seit Android 6.0. Doze sorgt dafür, dass sich der Akku von Smartphone und Co nicht vorschnell verabschiedet. Hat sich Doze bei den Vorgängerversionen von Android erst dann eingeschaltet, wenn das Gerät nicht bewegt wurde, so schaltet es sich bei Android 7.0 bereits dann an, wenn das Display über einen längeren Zeitraum hinweg ausgeschaltet bleibt. Weiterhin gibt es mit Android 7.0 noch einige kleine, nette Neuerungen. So lässt sich beispielsweise die dpi-Zahl anpassen und es ist möglich Notfallinformationen wie zum Beispiel bestimmte Telefonkontakte oder medizinische Informationen zu hinterlegen.

Android 8.0 Oreo

Bei der Version 8.0 konzentriert sich Google auf das Wesentliche und verbessert daher die Basics von Android. Was zur Folge hat das sich Android 8.0 Oreo schneller, effizienter und nicht zuletzt sicherer als die Vorgängerversionen präsentiert. Damit dies gelingt, hat Google mit Android 8.0 die sogenannten Background Limits eingeführt. Im Klartext bedeutet das, eine App die in den Hintergrund verschoben wurde agiert auch nur noch im Hintergrund und zwar lediglich in geringem Ausmaß. Ebenfalls müssen seit Android 8.0 Dienste, die im Hintergrund laufen, einen wichtigen Grund für ihre Aktivität haben.

Ebenfalls wurde die Runtime optimiert, Was, laut Google, zur Folge hat das sie angeblich doppelt so schnell läuft wie bei Android 7.0. Außerdem sollen unter Android 8.0 Apps und OS weitaus flüssiger laufen.

Nicht zu vergessen ist außerdem die Implementierung von TensorFlow Lite. Hierbei handelt es sich um eine Plattform für maschinelles Lernen. Dank dem TensorFlow Lite können unter Android 8.0 einiges an Aufgaben lokal berechnet werden, die zuvor noch einen Server zur Unterstützung benötigt haben.

Auch in puncto Nutzerkomfort hat sich bei Android 8.0 so einiges getan. Ein Sahnehäubchen in diesem Bereich ist sicherlich das Smart Text Collection. Dabei handelt es sich um eine intelligente Copy & Paste Funktion. Im Prinzip funktioniert das so, dass der Anwender eine zeichenkette nur noch doppelt antippen muss. Android 8.0 erkennt sodann den Zusammenhang und markiert die betreffende Passage. Diese Funktion ist beispielsweise insbesondere für Telefonnummern oder Adressen gedacht. Eine weitere Neuerung in der Version 8.0 ist, dass Benachrichtigungen in „Kanäle“ gruppiert werden können. Auch die Funktion Benachrichtigungen temporär auszublenden ist neu im Android 8.0.

Neu ist ebenfalls der Bild-in-Bild Modus, der es erlaubt beispielsweise die Wiedergabe von YouTube Videos in einem separaten Fenster zu starten. Die Autofill Funktion kennen die meisten schon von allen gängigen Browsern. Mit Android 8.0 Oreo bietet Google dem Nutzer endlich auch eine Autofill – API.

Android 8.1

Große Veränderungen oder gar Neuerungen bringt das Update auf Android 8.1 nicht. Dennoch hat Google bei diesem Update wieder einiges in die Wege geleitet. So wurde mit Android 8.1 der Visual Core freigeschaltet. Beim Visual Core handelt es sich um einen Coprozessor der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Videos sowie Fotos schon bei der Aufnahme optimiert.

Mit dem Update bringt Google auch einen API für Neutronale Netze ins Spiel. Ebenfalls neu ist die Ladestandsanzeige für Bluetooth Geräte. Zudem wurde der Einbrenneffekt auf dem Display zwar nicht behoben, dafür aber etwas gemildert. Auch in puncto Design wurde bei Android 8.1 nochmals kleine Veränderungen vorgenommen. So zeigt sich nun beispielsweise das Drop-Down Menü der Einstellungen in transparenter Optik. Die wichtigste Neuerung, die das Update mit sich bringt, ist wohl die, das mit Android 8.1 zum ersten Mal wichtige Komponenten wie zum Beispiel Schnittstellendirekt im Betriebssystem integriert werden. Eine Tatsache die sich insbesondere auf die Punkte Sicherheit und Update-Geschwindigkeit positiv auswirkt.

Android 9 Pie

Mit Android 9, dass am 06.08.2018 erschienen ist, möchte Google das Smartphone noch smarter machen und bringt wieder einige Neuerungen an. Einige davon kennt man allerdings sicherlich schon von anderen Anbietern und Herstellern. So zum Beispiel der adaptive Akku. Mithilfe eines künstlichen neutronalen Netzes ist es möglich das sich Android dem Verhalten des Nutzers anpasst. Interne Tests bestätigen, dass hierdurch eine deutliche Reduzierung der Hintergrundaktivität erreicht wird und somit auch der Akku länger durchhält.

Auch in puncto Helligkeit nutzt Google maschinelles Lernen. Die adaptive Helligkeitssteuerung in Android 9 lernt unter welchen Bedingungen der Verwender die Helligkeit des Displays anpasst. So ist es in Zukunft möglich, dass der Nutzer diese selbst nicht mehr regulieren muss, sondern das Gerät automatisch die Helligkeit reguliert.

App Aktionen stehen bei der neuen Android Version ebenfalls im Fokus. So sollen diese dafür sorgen, dass anstehende Aufgaben wesentlich schneller erledigt werden können. Wird zum Beispiel ein Kopfhörer an das Smartphone angeschlossen, dann schlägt Android automatisch den Start einer Musik App oder das Abspielen der Lieblingsplaylist vor.

Mit Android 9 ist ebenfalls eine Gestensteuerung verfügbar. Diese lässt sich optional aktivieren und soll außerdem die Bedienung des Smartphones in nicht unerheblichem Maße erleichtern. Ein neues Dashboard zeigt unter anderem die Nutzungsdauer von Apps an und informiert den Nutzer darüber, wie viele Benachrichtigungen eingetroffen sind.

Last but not least – sind mit Android 9 noch 157 weitere Emojis hinzugekommen sowie einige kleinere Änderungen.

 

 

 

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