Bringt Samsung schon 2020 sein erstes Smartphone mit „Wunderakku“?

Der Entwicklungsfortschritt bei Smartphones ist enorm, vor allem in den Bereichen Performance, Bildschirm und Kamera. Ein kleines Stück vom Kuchen bildet allerdings eine Ausnahme, und zwar der Akku. Man forscht zwar hinter den Kulissen auch auf diesem Gebiet, doch einen richtigen Sprung nach vorne gab es bislang nicht. Stattdessen arbeiten auch in 2019 noch alle Handys mit einem Lithium-Ionen-Akku. Selbst die bestehenden Schnellladetechnologoien sind nur ein kleiner Sprung, denn Experten raten von einer regelmäßigen Nutzung ab, um den Akku nicht frühzeitig altern zu lassen. Nun könnte jedoch schon 2020 die Wende kommen, denn dann möchte Samsung mit großer Wahrscheinlichkeit ein erstes Smartphone auf den Markt bringen, das mit einem Graphen-Akku ausgestattet ist. Im Vergleich zur aktuellen Technik (Silizium) bringt das neue Material entscheidende Vorteile mit. Die Information stammt übrigens vom Journalist Evan Blass, der für seine wahrheitsgemäßen Leaks bekannt ist.

Es gibt auch schon eine Vorgeschichte

Der Wechsel zu Graphen ist nicht neu. Schon 2017 haben die Koreaner öffentlich mitgeteilt, dass man unter dem Codenamen „Graphene Ball“ an einer neuen Akku-Technologie arbeite. Damals sagte man auch, dass sich ein herkömmlicher Akku in nur 12 Minuten aufladen lassen würde. Solchen Zahlen sollte man nicht blind vertrauen, doch dafür gibt es an den zwei Einflussfaktoren keine Zweifel: Energie lässt sich 140-mal schneller übertragen, und Graphen leitet im Vergleich zu Kupfer wesentlich effizienter (hundertfach). Außerdem handelt es sich um ein hochstabiles Material, das konstant auf ca. 60 Grad gehalten werden könnte. Eine Eigenschaft, die die Türen für weitere Einsatzbereiche – wie elektrische Fahrzeuge – öffnet.

Deutlich schnelleres Laden dank Graphen

Der Leak verrät, dass sich ein Akku mit Graphen in nur einer halben Stunde aufladen lässt. Ein Fortschritt, denn bei Lithium-Ionen-Akkus dauert es im Normalfall deutlich länger. Über die Kapazitätsverbesserungen gibt bislang noch keine Informationen, allerdings sprach Samsung 2017 von einer 45 Prozent höheren Ladungsdichte. Auch dies wäre ein wichtiger Schritt nach vorne.

2020 angepeilt, jedoch nicht fix

Der Wechsel von Silizium zu Graphen wäre eine echte Revolution. Allerdings möchte der koreanische Konzern auch nichts überstürzen, denn beim Einsatz für die breite Masse sind Probleme oder Brandgefahren fehl am Platz. Des Weiteren arbeitet man momentan nicht nur an der Ausmerzung letzter Hindernisse, sondern auch die Kosten für die Hersteller müssen gesenkt und die Kapazität weiter erhöht werden. Bekommt Samsung all dies in den nächsten Monaten gelöst, dann wäre 2020 ein erreichbares Ziel. Wenn nicht, dann wäre auch eine Verschiebung auf 2021 denkbar. Sicher gilt übrigens auch, dass das erste Gerät kein Flaggschiff wird, sondern die Mittelklasse (A-Serie) den Vorzug erhält.

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