Die Selfie-Kamera wandert unters Display

Nachdem die Vorderseiten der Smartphones immer dünnere Rahmen bekommen haben, musste man sich für die Komponenten etwa einfallen lassen. Sensoren, Hörmuschel und allen voran die Frontkamera brauchen nämlich Platz. Die Lösung fand man in der Notch (Einkerbung), die allerdings für gespaltene Meinungen sorgt. Deshalb tüftelten die Hersteller weiter und viele setzen entweder auf ein Loch im Display oder auf eine ausfahrbare Frontkamera. Der große Wurf ist das allerdings nicht, denn der „richtige“ Nachfolger der Notch wird unter dem Bildschirm zu finden sein. Das heißt: Die Kamera wandert unters Display und ist für den Nutzer nicht mehr zu sehen. Die Konzerne können demzufolge neue Maßstäbe bei der Screen-to-Body-Ration setzen. Doch wann kann man mit den ersten Modellen rechnen?

Xiaomi und Oppo sind Vorreiter

Die notwendige Technologie wurde von Xiaomi und Oppo Anfang Juni 2019 in Aussicht gestellt. Sie basiert auf zwei Display-Panelen, die bei normaler Benutzung parallel laufen. Dadurch ergibt sich für den Nutzer kein Unterschied zu bisherigen Modellen. Wird jedoch die Frontkamera aktiviert, dann zeigt nur das große Panel das Kamerabild, der andere Screen wird abgedreht. Durch diese Maßnahme werden die Kamerasensoren durch nichts gestört.

Eine Technik im frühen Stadium

Auch wenn es die Basis für die Technologie bereits gibt (es wurden auch schon Prototypen gezeigt), vor 2020 ist mit keinem Serienmodell zu rechnen. Das liegt an der Fotoqualität und an Kinderkrankheiten, die noch ausgemerzt werden müssen. Da es jedoch bei allen Neuerungen so ist, ist es nur eine Frage der Zeit. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn Oppo oder Xiaomi das erste Smartphone mit dieser Technik auf den Markt bringen würde.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.