Warum das HTC Desire 19+ zum Scheitern verurteilt ist

Der taiwanische Hersteller HTC spielt schon seit längerer Zeit keine Rolle mehr am Smartphone-Markt. Einst konnte der Konzern locker mit Samsung und Apple mithalten, heute ist nicht mehr viel davon übrig. Das zeigt sich auch in der Strategie, denn HTC bringt nicht nur weniger Smartphones heraus, sondern sie sind auch generell vorsichtiger am internationalen Markt. Ganz zurückziehen will sich das Unternehmen dann aber doch nicht, sodass Anfang August 2019 das HTC Desire 19+ präsentiert wurde. Dabei handelt es sich um ein Gerät aus der Mittelklasse, das gegen Ende August in blauer Lackierung auch nach Deutschland kommen wird. Das Problem: Das Handy sieht zwar attraktiv aus, hat jedoch eine unverbindliche Preisempfehlung von 329 Euro. Im Vergleich zur Ausstattung viel zu hoch und ein Grund, um das Smartphone nicht zu empfehlen. Auch, weil es die gleiche Hardware bei der Konkurrenz für rund 200 Euro gibt.

Damit hat HTC das Desire 19+ ausgestattet

Los geht es mit einem Gehäuse aus Kunststoff, das 170 Gramm auf die Waage bringt. Der Blick auf die Vorderseite gibt ein 6,2 Zoll großes

HTC One Mini 2 von 2014

Display im 19,5:9-Format und eine schwache Auflösung von 1.520 x 720 Pixeln her. Die Rechenleistung übernimmt ein MediaTek Helio P35, der im unteren Feld der Mittelklasse einzuordnen ist. Dazu gibt es 4 GB RAM und einen erweiterbaren 64 GB großen internen Speicher. Der Akku misst 3.850 mAh und wird via USB Type-C-Port mit neuer Energie versorgt. Die Dicke von 8,5 Millimeter ist weniger beeindruckend, dafür wurde noch ein Kopfhöreranschluss verbaut. Die Software hört wenig überraschend auf den Namen Android 9.0, Anpassungen hat der Hersteller nur geringfügig vorgenommen. NFC, Bluetooth 5.0, Dual-Band-WLAN (ac-Standard) und ein Fingerabdrucksensor (Rückseite) haben es ebenfalls in die Ausstattung des Desire 19+ geschafft.

Eine Stärke des Smartphones ist in den Kameras zu finden. Die Rückseite gibt nämlich gleich drei Stück davon her, die unterschiedliche Bereiche abdecken. Das wäre eine Hauptkamera mit 13 Megapixeln (f/1.85-Blende), eine Weitwinkel-Kamera mit 8 Megapixeln (f/2.4-Blende) und ein 5-Megapixel-Sensor zur Erfassung von Tiefeninformationen (f/2.2-Blende). Die Frontkamera sitzt in der Mitte in einer Tropfen-Notch und löst mit 16 Megapixeln auf.

Erfolg ungewiss

Solange das HTC Desire 19+ 329 Euro kostet, werden wahrscheinlich nur wenige zugreifen. Verständlich, denn ähnliche Modelle von anderen Herstellern sind rund 100 Euro günstiger. Auch wenn das HTC-Modell optisch durchaus überzeugen kann (vor allem die Rückseite mit seiner blauen Umrandung), das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach nicht. Fällt der Preis, dann werden die Karten neu gemischt.

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