Was ist Bloatware und warum setzen viele Hersteller darauf?

Was ist Bloatware – Ein Überblick?

Kauft man sich ein Android-Smartphone und startet es zum ersten Mal, dann findet man nach der Einrichtung viele Apps vor. Viele davon sind tatsächlich dringend notwendig, um zum Beispiel eine SMS schreiben oder einen Anruf tätigen zu können. Auf einen Teil trifft das aber nicht zu, denn es handelt sich um Apps, die nicht jeder benutzt beziehungsweise am Gerät haben möchte. Diese nennt man dann Bloatware und sind vor allem bei Nutzern sehr unbeliebt. Aber was genau ist das Problem und wie kann man es lösen?

 

Das Problem an Bloatware

Der größte Kritikpunkt an solchen Apps ist, dass sie sich oft nicht deinstallieren lassen. In vielen Fällen kann man sie zwar deaktivieren, doch auch dann verbrauchen sie noch Speicher. Und wer nicht viel davon hat, der muss einen Nachteil hinnehmen. Des Weiteren kann Bloatware die Arbeitsgeschwindigkeit und die Akkulaufzeit negativ beeinflussen.

 

Häufig findet man diese Vorgehensweise bei Providern vor. Sie installieren dabei ihre eigenen Apps vor und packen unter Umständen noch weitere Programme – wie das Office-Paket von Microsoft – drauf. Da dies aber nicht jeder benötigt, schränkt es die Kundenfreundlichkeit ein. Besser wäre es, wenn man selbst entscheiden und in den Store gehen kann, welche Apps man haben möchte.

 

Warum setzen so viel Hersteller auf Bloatware?

Wie man sich schon denken kann, hat es mit finanziellen Aspekt zu tun. Die Hersteller bekommen nämlich Geld (zum Beispiel von Microsoft), wenn sie bestimmte Programme fest vorinstallieren. Und klar, welches Unternehmen möchte schon auf ein zusätzliches Einkommen verzichten? Ausbaden muss es jedoch der Kunde, denn er kann sich nicht davon lösen. Zumindest nicht so einfach, da das Entfernen ohne entsprechendes Wissen schnell in die Hose gehen kann.

Kann man die fest installierten Apps tatsächlich nicht löschen?

Da die Programme tiefer im System drinnen sind, lassen sie sich tatsächlich nicht so einfach löschen. Möglichkeiten gibt es aber natürlich trotzdem, dafür muss man sein Gerät jedoch rooten. Dabei holt man sich quasi mehr Rechte vom Betriebssystem, durch die tiefere Veränderungen möglich sind. Dazu gehört auch das Entfernen von Bloatware. Im Internet gibt es zwar detaillierte Anleitungen, doch trotzdem sollte man es nicht einfach auf gut Glück und ohne technisches Wissen riskieren.

Zu viel ist einfach zu viel

Die Vorinstallation bestimmter Programme ist wichtig, denn niemand möchte nach der Einrichtung erst in den Store gehen müssen, um sich eine Nachrichten- oder Kontakte-App zu installieren. Doch es bleibt eben oft nicht dabei, was den Kunden ärgert und dem Hersteller Geld bringt. Zukünftig wäre es wünschenswert, wenn nicht das Geld, sondern der Käufer oberste Priorität hat. Oder man greift direkt zu einem Smartphone, das mit keiner oder ganz wenig Bloatware auskommt.

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